Beispielbild zu Probenentnahme und Probenversand für Materialproben Asbestprüfung | © CRB Analyse Service GmbH

Tutorials:Probennahme & Probenversand

Häufig gestellte Fragen zu Probenentnahme und Probenversand

1. Probennahme: Was muss ich beachten und wie muss die Probennahme erfolgen?

 

Bei der Probenahme sollte in erster Linie darauf geachtet werden, dass die Freisetzung potenziell asbesthaltiger Stäube minimiert wird. Querkontaminationen, durch mehrfache Verwendung des gleichen Werkzeuges bei verschiedenen Materialien, sollten ebenfalls vermieden werden. Durch gründliche Reinigung der Werkzeuge kann man einer Vermischung entgegenwirken. Mehr Informationen zu Probenahme und Probenversand.

Wie hat die Probenahme von Materialproben zu erfolgen und welche Menge brauche ich?

 

Wie bei allen anderen ASI-Arbeiten (Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten) ist auch bei der Probenahme darauf zu achten, dass eine Freisetzung potentiell asbesthaltiger Stäube minimiert, besser ausgeschlossen, wird. Auch Querkontaminationen sind zu vermeiden.

Geeignete Techniken und Hilfsmittel hierfür sind z.B.:

  • die Verwendung feuchter Tücher, die nur einmal verwendet werden dürfen (keine Sprühflasche mit Wasser nutzen!)
  • der Einsatz eines Klebebandes
  • Verwendung eines für Asbest freigegebenen Staubsaugers der Klasse H
  • Fertigspachtel aus der Tube zum Verschließen der Entnahmestellen
  • Gegebenenfalls Atemschutz, Halbmaske P2 oder besser

Geeignete Werkzeuge zur Entnahme der Proben sind:

  • Schneidwerkzeuge wie Messer, Skalpell, Schere, Seitenschneider
  • Bohrer, Zange, Pinzette

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Die benötigten Probemengen für eine Analyse hängen von der Art und Homogenität der Materialien ab. Zusätzlich spielt das bisherige Einsatzgebiet eine Rolle.

  • Bei einem homogenen Material (wie Faserzement oder PVC-Belag) kann bereits ein Probenvolumen von ca. 1 cm3 oder eine kleine Fläche von ca. 1 cm2 für eine Analyse ausreichen.
  • Bei flächig verbauten Materialen (z.B. Fliesenkleber, Fugen- und Spachtelmassen) ist eine Fläche von 10 cm2 oder mehr abzuheben.
  • Bei einem heterogenen Material (wie beispielweise Estrich, Putz oder Spachtelmassen) können teilweise 250 cm3 für ein sicheres Analyse-Ergebnis erforderlich sein.

Mehr Infos zu Probenahme und Probenversand finden Sie hier.

Wie hat die Probenahme von Staubproben zu erfolgen?

 

Die Entnahme von Staubproben für die Asbest- oder Mineralwolleanalyse wird beschrieben in:

  • VDI 3877 Blatt 1:2011-09 - Messen von Innenraumverunreinigungen - Messen von auf Oberflächen abgelagerten Faserstäuben - Probennahme und Analyse (REM/EDX)

Geeignete Probenahmemedien:

  • Klebeband: Klebeband auf Acrylbasis (transparent) oder Kohlenstoffadhäsionsband. Kein Gewebeband verwenden!
  • Kohlenstoff-Pads (auch als Leit-Tabs bezeichnet), Durchmesser: 13 mm oder 25 mm

Anforderungen an die zu beprobende Oberfläche

  • Die zu beprobenden Oberflächen müssen trocken und möglichst eben sein. Bei der Beprobung von rauen Baustoffoberflächen (z.B. Beton) sollten Poren oder Lunker möglichst ausgespart werden.

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Vorgehensweise für die (halbquantitative) Untersuchung nach VDI 3877

  • Es muss eine Fläche von mindestens 1 cm2 des Probennahmemediums belegt werden.
  • Für die Untersuchung einer Staubablagerung wird das Probennahmemedium mit der haftenden Seite auf die zu beprobende Stelle gedrückt und von dieser vorsichtig wieder abgenommen. Das Medium darf nur einmal auf die zu beprobende Stelle gedrückt werden, um eine eindeutige Zuordnung zur Entnahmestelle zu gewährleisten. Schiebende Bewegungen sind bei der Entnahme der Kontaktprobe zu vermeiden.
  • Anschließend wird das Klebeband in den Transportbehälter überführt. Bewährt haben sich dabei durchsichtige Runddosen mit ca. 70 mm Durchmesser und mindestens 10 mm Höhe. Das Klebeband wird nach Umbiegen der beiden Enden am Boden der Dose festgeklebt, sodass die beprobte Stelle nach oben zeigt. Das Band wird anschließend so weit nach unten gedrückt, dass kein Kontakt mit dem anschließend aufgesetzten Deckel gegeben ist.

Vorgehensweise für die (qualitative) Untersuchung nach VDI 3866, Blatt 5

  • Beprobung mit handelsüblichem Klebeband (Tesafilm o.ä.)
  • Fläche bis 20 cm2 kann belegt werden, auch mehrmalige Beprobung benachbarter Staubablagerung mit einem Klebeband möglich.
  • Da das beaufschlagte Klebeband mit allen anhaftenden Staubpartikeln im Labor verascht und die (mineralische) Asche als Streupräparat untersucht wird, kann das Klebeband für den Transport zusammengeklebt werden.

2. Wie versende ich Asbestproben?

 

Die entnommene Asbestprobe bitte luftdicht verpacken. Hierfür reicht ein Beutel mit Zippverschluss. Jede Probe muss einzeln mit einer eindeutigen, kurzen Probenbezeichnung beschriftet werden. Wenn Sie die Analyse über den Privatkunden-Shop oder das Firmenportal beauftragt haben, verwenden Sie dieselben Bezeichnungen, die im Bestellvorgang angegeben wurden.

Die Proben senden Sie uns zusammen mit dem Auftragsschreiben in einem gepolsterten Umschlag zu.
 

Versandadresse:

CRB Analyse Service GmbH
Bahnhofsstraße 14
37181 Hardegsen

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